MCL

Riss des medialen Seitenbandes

Riss des medialen Seitenbandes Kopfzeile

Symptom Diagram

Mcl-Riss-Schmerzdiagramm
  • Medialer Aspekt des Knies

Hintergrund informationen

Patientenprofil

  • Junge Athleten
  • In der Regel eine isolierte Verletzung
  • Kombinierte Verletzung in 95 % der Fälle mit ACL-Verletzung, davon 78 % ACL-Verletzungen mit MCL-Verletzung Grad III

 

Pathophysiologie

Mechanismus der Verletzung

  • Direkte Valgus-Belastung mit aufgesetztem Fuß +/- Tibia in Außenrotation
  • oft erwähntes "knallendes" Geräusch

 

Quelle
Akut:

  • Atrophie oder Schwäche; plyometrische Defizite
  • Schädigung oder Degeneration von Kapsel und Bändern
  • Valgus-Belastung; Fuß gepflanzt

 

Klassen

  • Klasse I: 0-5mm Spalt, schmerzhaft zu berühren, keine Instabilität
  • Klasse II: 6-10mm Spalt, schmerzhaft bei Berührung, keine Instabilität
  • Grad III: >10mm Lücke in 0° und 30° Flexion, häufig Valgus- und Rotationsinstabilität

 

Verlauf

Verletzungen des Kreuzbandes Grad I und II können erfolgreich mit einer konservativen Behandlung unter Verwendung einer Bandage und Physiotherapie behandelt werden. Verletzungen der Grade I und II haben eine gute Kurzzeitprognose und eine frühe Rückkehr zum Spiel. Die Langzeitprognose ist gut: >90 % der isolierten MCL-Verletzungen der Grade I und II erlangen eine normale Kniefunktion beim Sport zurück.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Vorgeschichte

Knietrauma in der Vorgeschichte. Das Knie ist hohen Belastungen bei der Arbeit, beim Sport und bei den alltäglichen Verrichtungen ausgesetzt, in der Regel durch ein Trauma. Ältere Patienten auch unzureichendes Trauma (degenerativer Riss)

  • "Ausweichen" zur Seite (medial und in Innenrotation)
  • Gefühl der Instabilität in medialer Richtung und Innenrotation
  • Akut: Schwellung an der medialen Seite des Knies, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, lokale/stechende/oberflächliche bis tiefe Schmerzen
  • Chronisch: Gefühl der Instabilität, "Nachgeben" trotz vollständiger Wundheilung

Körperliche Untersuchung

Inspektion
Akut: Entzündungszeichen medial, eventuell Hämarthrose, Schonhaltung
Chronisch: Atrophie des Quadrizeps/Gastrocnemius, kaum Schwellungen

Funktionale Bewertung
Akut: aufgrund der Symptome nicht möglich
Chronisch: Tiefe Hocke, Treppensteigen, Schnittbewegung, "Nachgeben" eher beschrieben als demonstriert

Aktive Untersuchung
Akut: eingeschränkte ROM in Flex/Ext/Rot und Schmerzen bei geringer Belastung
Chronisch: Begrenzung des Endbereichs in Flex/Ext; hohe Belastungen in Kombination mit diesen Bewegungen sind schmerzhaft

Passive Prüfung
Akut: PROM eingeschränkt, Schwellung
Chronisch: End- oder Bereichs-ROM kann eingeschränkt sein, strukturelle Instabilität offensichtlich

Spezielle Tests

 Differenzialdiagnose

  1. Subchondrale Verletzung
  2. Beschädigter Knorpel
  3. Gonarthrose
  4. Abrissfraktur des Biceps femoris
  5. Fraktur des Schienbeinkopfes
  6. Unglücklicher Dreiklang
  7. Pes anserinus-Reizung
  8. Patellaluxation
  9. PFPS
  10. Riss der Quadrizepssehne
  11. Riss der Patellasehne
  12. Osgood Schlatter

Behandlung

Strategie

Konservativ: Operateur, isolierte Verletzung, >45 Jahre, lineare SportartenChirurgisch: Nicht-Operateur, multidirektionale Verletzung, <45 Jahre, Hochrisikosportarten

 

Interventionen

Post-OP: Erreichen Sie die Meilensteine der einzelnen Rehabilitationsphasen, bevor Sie fortfahren. Anpassung an Gewebeheilungsphasen

Konservativ: Erkennen von Defiziten bei Kraft, neuromuskulärer Kontrolle und passiven Strukturen

Prinzipien: konzentrisch vor exzentrisch, langsam zu schnell, niedrige Belastung + hohe Wiederholungen zu hoher Belastung + niedrige Wiederholungen, Zweibeiner zu Einbeiner, auf sportartspezifische Anforderungen achten

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Verweise

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