Stories from a German Physiotherapystudent

Liebe Leserinnen und Leser,

immer öfter kommen Fragen auf, ob ein Studium wirklich sinnvoll ist.
Nun möchte ich aus meiner Sicht berichten, um euch einen Einblick in das Studentenleben zu geben.
Ich werde diesen Teil meines Blogs immer wieder aktualisieren, sodass ihr meine Entwicklung mitverfolgen könnt.
Dies soll allen helfen, die vor der Entscheidung der Berufsergreifung stehen oder denjenigen, die überlegen, ein Studium zu absolvieren.
In einem weiteren Artikel werde ich erörtern, warum das Studium so wichtig ist.

Schon im September 2015 schrieb ich einen Artikel, worauf man auf dem Weg zum Beruf des/der Physiotherapeut/in achten sollte.
In diesem Artikel wies ich auf die Überlegungen hin, die man vor, aber auch nach, der Ausbildung treffen sollte.

Zur Zeit studiere ich berufsbegleitend im Pre-Bachelor Programm der THIM bei Utrecht.
Mein Artikel wird sich in mehrere Punkte gliedern:

  1. Der Weg zum Studium
    1. Der Weg über die Ausbildung
    2. Der Weg zur Universität
  2. MT, Bobath, Uni und eine Vollzeitstelle

Der Weg zum Studium über die Ausbildung
In meinem allerersten Blogartikel beschrieb ich den Weg zur Physiotherapieausbildung.
Ein Jahr nach dem Abitur und nach einem längeren Praktikum begann ich im September 2012 die Ausbildung zur Physiotherapeutin an einer Privatschule in der Nähe von Frankfurt.

Für die Ausbildung habe ich mich entschieden, weil mir vor Beginn dieser jeder vom Studium in Deutschland abriet. Das Studium sei nicht ausgreift, man würde nicht genug Praktisches lernen.
Auf ein Studium im Ausland bin ich zu der Zeit gar nicht gekommen. Das war sicherlich sehr naiv. Aber vielleicht war ich auch einfach noch zu jung.
Ohne die finanzielle Unterstützung meines Vaters, hätte ich mir diese Ausbildung nicht leisten können.

Der Weg zur Universität
Schon zur Zeit der Ausbildung stand für mich fest, dass ich ein Studium der Physiotherapie absolvieren möchte. Der Plan, ins Ausland zu gehen und dort zu arbeiten, stand schon lange fest.
Über eine Facebookgruppe und viel Recherche entschied ich mich für das Studium bei Thim van der Laan.
Der Entschluss, bei THIM zu studieren, lag vor allem an ganz vielen Gesprächen mit Kollegen, die selbst dort studierten.
Das Konzept überzeugte mich und schien mir ebenfalls bezahlbar – was wie immer ein großer Faktor ist.

Das erste Jahr nennt sich Pre-Bachelor Programm und findet komplett in Deutschland statt. Die Standorte kann man sich aussuchen. Dies läuft über Physiotherapieschulen, die mit THIM kooperieren.
Das zweite Jahr – das Bachelorjahr – beinhaltet acht Termine für je vier Tage am niederländischen Standort.
Für welche Uni man sich entscheidet, beliebt einem selbst überlassen.
Denn es hängt immer von den finanziellen Mitteln, den Umweltfaktoren (Familie, Wohnsituation, etc.) und der Philosophie der Universität ab.

MT, Bobath, Uni und eine Vollzeitstelle
Seit November 2015 bin ich als Physiotherapeutin tätig. Seit März 2016 arbeite ich in einer ambulanten Praxis in Frankfurt und bin dort sehr zufrieden.
Ich bekomme alle Möglichkeiten, die ich brauche, um mich als Physiotherapeutin weiter zu entwickeln. Wir haben einen Bereich für medizinische Trainingstherapie, die wir auch Klienten zum Training zur Verfügung stellen.

Seit September 2016 begann ich mit dem Studium, seit Ende November besuche ich die Kurse für Manuelle Therapie und den Bobath Grundkurs.
Ja, es ist wahnsinnig viel und ich frage mich manchmal selbst, wie ich das schaffe.
Dazu habe ich noch die Vollzeitanstellung in der Praxis.
THIM legt im Bachelorjahr eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche fest, dazu keine weiteren Fortbildungen.

Wie ich das in Zukunft manage, werde ich im kommenden Jahr entscheiden müssen.
Für die Bobathfortbildung hätte ich mich nicht entschieden, wenn in unserer Praxis nicht akuter Bobaththerapeuten-Mangel geherrscht hätte.

Um ehrlich zu sein, kann ich niemandem so ein Pensum empfehlen. Dezember 2016 und Januar 2017 bin ich – außer an den Feiertagen – kein einziges Wochenende zu Hause gewesen.
Treffen mit meinen Freunden muss schon fast über Wochen im Voraus geplant werden.
Aber sich die Zeit für Freunde zu nehmen ist gerade in dieser Zeit enorm wichtig!

Ohne die guten Zusprüche meiner Freunde, wäre ich heute sowieso nicht da, wo ich jetzt bin. Danke dafür!

Ich hoffe, euch einen guten Einblick in das Leben eines „dualen“ Physiostudenten gegeben zu haben.
Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir über die Kommentarfunktion, über Instagram (@physiocaro) oder twitter (@physiocaro121) erreichen.

Über Feedback meiner Artikel freue ich mich auch immer sehr.

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